H wie Homo steinheimensis

 
Kennt Ihr Steppi, den Steppenelefant, oder den Homo steinheimensis? Trefft sie im Urmenschmuseum in Steinheim an der Murr. Und wenn Ihr im Nachgang noch eine spielerische Annäherung an die Urgeschichte sucht, bietet Euch Stadt.Land.Enkel exklusiv ein Brettspiel zum Ausdrucken. 


Das Urmensch-Museum in Steinheim, ist eine kleine und sehr feine Zweigstelle des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart, die Euch auf 340 Quadratmetern Ausstellungsfläche eine Einführung in die Urgeschichte der Menschheit bietet. Für Eure Enkel gibt es einen Audioguide mit spezieller Kinderführung, was schon bei 4-Jährigen gut ankommt. Sehr beeindruckt sind Kinder nicht nur von den Knochen- und Schädelfunden, sondern auch den Bildern all der Tiere, die in der Urzeit auf der heutigen Markung unterwegs waren. 

Denn in den Kies- und Sandgruben zwischen Steinheim und Murr wurden vom Ende des 19. Jahrhunderts bis Mitte der 1960er Jahre zahlreiche Säugetiere aus dem Pleistozän entdeckt. Es waren unter anderem Mammute, Waldelefanten, Auerochsen, Bären, Hirsche und Wisenten. Und Ihr glaubt es vielleicht kaum, sogar 2 Löwen und 1 Säbelzahntiger. 

Wusstet Ihr, dass Steinheim an der Murr geradezu urzeitlichen Weltruhm genießt? Dazu trug vor allem der Fund des Steinheimer Urmenschenschädels am 24. Juli 1933 bei. Der Schädel des Homo steinheimensis wurde vor rund 320.000 Jahren vermutlich von  Hochwasser angespült und ist der vollständigste Urmenschenschädel aus Deutschland. Er konnte einer etwa 25 Jahre alten Frau zugeordnet werden. Beschädigungen am Schädel sorgten gleich für Spekulationen. Wie kam die Steinheimerin zu Tode? Mögliche Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekommt Ihr beim Museumsbesuch. Dort seht ihr auch diese dermoplastische Nachbildung der Steinheimer Urfrau. 

Wetten, dass Eure Enkel ein beeindrucktes „Boah“ von sich geben, wenn sie die Skelettnachbildung vom Steppenelefant sehen? Die Rückenhöhe über dem Schulterblatt beträgt 4 Meter, die Länge von der Stoßzahnspitze bis einschließlich Schwanz 5,3 Meter. Die Stoßzähne sind 2,7 Meter lang und das ursprüngliche Gewicht des Bullen wird auf 7,5 Tonnen geschätzt. 
  

Übrigens war die Oma in der Steppenelefantenfamilie besonders wichtig. Sie leitete die Gruppe von bis zu 20 Tieren und gab viele soziale Werte an die Enkel weiter. So soll es sein!

Mit einer Magnetangel können Eure Enkel Tiere aus dem Becken fischen und diese dann anhand der ausgestellten Knochenfunde der Warm- oder Kaltzeit zuordnen. Auch die Kinder, die noch zu jung für die Zuordnung sind, haben jede Menge Spaß an dem Angelspiel. 

Infos zum Museumsbesuch

Das Urmensch-Museum im Hans-Trautwein-Haus, Kirchplatz 4, in Steinheim ist donnerstags und freitags von 13 bis 17 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 12 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. 
Erwachsene zahlen 2 Euro Eintritt, Schüler 1 Euro. Kleinkinder und Kindergartenkinder sind frei. 

Es gibt auch einen kleinen Museumsshop mit Sachbüchern für Kinder, Steppi in Plüschversion und Spielfiguren wie Babymammut, Braunbär, Hirsch und Säbelzahnkatze. 
 

Schon bei der Anfahrt begrüßt Euch Urelefant Steppi. Der vier Tonnen schwere Stahlkoloss ist unübersehbarer Wächter im Zentrum des Kreisels. 


Abenteuer in der Stein(heim)zeit 

Extra für Euch habe ich dieses Brettspiel zum Selbstausdrucken kreiert. 
Begleitet die unternehmungslustigen Geschwister Taro und Luma bei ihrem Ausflug 
und besteht mit ihnen die Abenteuer der Steinzeit. 

Essen wie in der Steinzeit 

In der Steinzeit ernährten sich die Menschen von dem, was die Natur ihnen zur Verfügung stellte. Sie jagten vor allem Rentiere und Hasen, manchmal sorgte auch ein Mammut für ein Festessen. In dem kalten und rauen Eiszeitklima Mitteleuropas war der Verzehr von Fleisch wichtig zum Überleben. Außerdem wurden Beeren, Pilzen, Nüsse und Wurzeln gesammelt. 

Veranstaltet doch nach dem Museumsbesuch ein Essen wie in der Steinzeit. Die Zutaten werden zwangsläufig etwas variiert (Mammut ist nicht mehr erhältlich) und natürlich eingekauft und nicht selbst gejagt. Auch Sammeln sollten nur Experten, nicht dass jemand beim Steinzeitessen eine Pilz- oder Beerenvergiftung erleidet. 
Für die Zubereitung habt Ihr eventuell noch einen heißen Stein, der in  den 1980er Jahren ein beliebtes Hochzeitsgeschenk war. 

Wurfspiel 

Und hier noch eine steinzeitliche Spielanregung für draußen. In Erde oder Sand werden sechs unterschiedlich große Mulden gedrückt. Jeder Mitspielende bekommt drei Steinchen, die er markiert. Abwechselnd wird von einer Wurflinie, die altersabhängig unterschiedlich festgelegt werden kann, geworfen. Die Zahl der Mulden bestimmt die Punktezahl, die höchste Punktzahl gibt es für den Treffer in der kleinsten Mulde, die niedrigste für die größte. Wer nach drei Würfen die meisten Punkte hat, ist Sieger. 

 

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