P wie Power-Teenies
Foto: Aedrian Salazar, unsplash
Eure Enkel sind bereits Teenager und damit vielen Tipps auf dieser Website entwachsen? Auch wenn sie nicht mehr so einfach zu belustigen sind wie kleine Kinder, könnt Ihr einiges gemeinsam unternehmen und schöne Stunden miteinander verbringen. Ich habe Vorschläge, die mit keinerlei Kosten verbunden sind, aber auch ein paar Anregungen für besondere Events, die nicht umsonst zu haben sind.
Tech-Support
Fragt Eure Enkel um Hilfe, wenn Ihr bei Handy, Tablet oder Laptop Probleme habt. Oder lasst sie von Social Media Trends erzählen und Euch zeigen, wie coole Stories und Reels entstehen. Vielleicht freuen sie sich über Euer Interesse.
Koch-Event
Stellt euch zusammen an den Herd. Ihr könnt Eure Enkel in die Zubereitung alter Familienrezepte einweihen, Euch die Zubereitung ihrer Lieblingsessen zeigen lassen oder Euch gemeinsam an etwas ganz Neues wagen.
Upcycling
Die Fridays for Future-Generation ist auch für Upcycling zu begeistern. Wie wäre es mit einem gemeinsamen Projekt?
Coole Angebote im Stadtmuseum Hornmoldhaus in Bietigheim-Bissingen
Mit der VR-Brille könnt Ihr verschiedene Ausstellungsräume, versteckte Geheimgänge und das Museumsdepot erkunden und Euch in japanischer Schwertkunst üben. Neben der Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen habt Ihr auch die Möglichkeit, Euer ganz privates Gruppenerlebnis zu buchen. Bis 5 Personen zahlt Ihr für 60 Minuten 50 Euro, bis 10 Personen 75 Euro.
Escape-Rooms liegen gerade bei jungen Leuten voll im Trend, sie versprechen Spannung und Teamwork. Also ladet Eure Enkel doch in den Escape-Room im Hornmoldhaus ein und unternehmt gemeinsam eine Zeitreise in die 1970er Jahre. Hier habt Ihr den Auftrag, die „Initiative für eine humane Stadt“ zu unterstützen und so den Abriss des Hornmoldhauses zu verhindern. Innerhalb von einer Stunde müsst Ihr den Hinweisen im Raum folgen, Rätsel lösen und Aufgaben erledige. Ihr könnt das Abenteuer mit 2 bis 5 Personen antreten. Zu den 60 Minuten für die Erledigung des Auftrags kommen 15 Minuten Einweisung. Die Kosten betragen 50 Euro.
https://stadtmuseum.bietigheim-bissingen.de/
Lost places
Voll im Trend liegen sogenannte Lost Places. Dieser Pseudoanglizismus bedeutet sinngemäß „vergessener Ort“. Es sind Liegenschaften (oder Reste davon), deren ursprüngliche Nutzung aufgegeben wurde und gerade deshalb eine besondere Anziehungskraft ausüben. Auch als Fotomotiv sind Lost Places äußerst beliebt. Manche dieser Orte dürfen betreten werden, so dass Ihr ganz legal dem Geist der Vergangenheit nachspüren könnt. Bei anderen ist es rechtlich nicht eindeutig geregelt oder der Zutritt birgt Gefahren, zum Beispiel durch möglichen Einsturz. Lost places, die gefährlich sind oder deren Betreten streng verboten ist wie die Kapelleninsel Monrepos oder das verlassene Naturfreibad im Gerlinger Wald, werde ich Euch nicht empfehlen. Doch es gibt auch genehmigte Lost Places. Auch hier gilt: Betreten auf eigene Gefahr!
Begebt Euch doch auf Lost Places Suche im Bietigheimer Forst (dann schnuppern die Teenies auch gleich Waldluft), dort stoßt Ihr noch auf einige wenige Reste der historischen Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie gehörten zur Neckar-Enz-Stellung, eine Verteidigungslinie, die einen französischen Angriff über die Enz abwehren sollte. Teilweise wurden sie gesprengt und bieten interessante Fotomotive. Dieses Foto zeigt den Bunker 321, der ca. 2 Kilomter vom Wanderparkplatz Nr. 3 entfernt ist. Dafür vom Parkplatz gerade aus bis zum Lusthaus (Pavillon) gehen, dann den oberen linken Weg nehmen. Am besten orientiert Ihr Euch über googlemaps, wo der Bunker 321als historische Sehenswürdigkeit angezeigt wird. Er liegt etwas abseits vom Weg. Bitte Vorsicht beim Erkunden, es stehen Eisenhaken hervor.
Weitere Bunkerreste entdeckt Ihr bei einem ausgiebigen Spaziergang durch den Forst, zum Beispiel einen Unterstand nahe der Bahnunterführung.
Weitere Anregungen für Ausflüge zu Lost Places findet Ihr auf der Seite R wie Ruinen
Ein Lost Place ist auch der ehemalige, geziegelte Pferdestall der Marienwahl in Ludwigsburg, der im öffentlich zugänglichen Teil der Parkanlage liegt.
Sportveranstaltungen
Ein Ereignis ist für viele Jugendliche der Besuch einer besonderen Sportveranstaltung, den sie sich vielleicht vom Taschengeld nicht leisten können. Das kann zum Beispiel ein Eishockeyspiel der Steelers in Bietigheim-Bissingen (Foto) oder ein Basketballspiel der MHP Riesen in Ludwigsburg sein.
Foto: Steelers, Timo Raiser
Stammbaum erstellen
Erstellt doch zusammen einen Familienstammbaum. Der sollte natürlich weiter zurückgehen als auf diesem KI-generierten Bild, das Euch nur als Anregung dienen soll. Informationen mindestens zu Euren eigenen Eltern und Großeltern werden in den meisten Fällen vorliegen. Vielleicht interessieren sich Eure Enkel sowieso für Familiengeschichte oder es gelingt Euch, ihr Interesse zu wecken. Es kann richtig spannend sein, mehr über die eigenen genetischen Ursprünge zu erfahren und Familiengeschichte(n) in Verbindung mit historischen Ereignissen kennenzulernen. Ihr könnt natürlich auch ein Stammbuch anlegen mit ein oder zwei Seiten für jedes Familienmitglied. Vielleicht gibt es auch noch alte Alben mit Fotos, die bis ins 19. Jahrhundert zurückgehen. Und wer weiß, ob die Enkelin dann nicht eine frappierende Ähnlichkeit mit der Ururgroßmutter entdeckt. Wetten, dass spätestens dann das Interesse geweckt ist?