K wie Kelten 

 Foto: Keltenmuseum Hochdorf


An vielen Stellen im Landkreis haben die Kelten ihre Spuren hinterlassen. Wenn Ihr Euren Enkel diese Zeit nahebringen wollt, solltet Ihr auf jeden Fall das Keltenmuseum Eberdingen-Hochdorf besuchen. Auch könnt Ihr die anderen Stationen des Keltenwegs wie das Kleinaspergerle oder den Krieger von Hirschlanden anschauen.   


Ein Museum für den Fürsten

Wenn Ihr schon immer im Landkreis gewohnt habt, erinnert Ihr Euch vielleicht an die Schlagzeilen über den sensationellen Fund im Jahr 1978 in einem Hochdorfer Acker. Das unversehrte Grab eines mächtigen Mannes mit reichen Grabbeigaben wurde entdeckt.
Dem Keltenfürsten von Hochdorf, seiner Zeit und Kultur wurde das Keltenmuseum in Eberdingen-Hochdorf gewidmet. Besondere Attraktion ist der originalgetreue Nachbau der Grabkammer, die Euch die Bestattung aus der Zeit vor 2500 Jahren in all ihrem Prunk nacherleben lässt.



Museumsfotos: Keltenmuseum Hochdorf 

Im Keltenmuseum bekommt Ihr auch Einblick in den Alltag und das Handwerk der frühkeltischen Menschen. Es gibt ein nachgebautes keltisches Gehöft, wo an den Wochenenden von Mai bis August Vorführungen, Kurse und Mitmachaktionen stattfinden. Im neuen Kinoraum könnt Ihr den Museumsfilm anschauen, digital über die Keltenlandschaft um den Hohenasperg fliegen und alles über das Skelett des "Fürsten" erfahren. 

Für Kinder besonders schön sind das Entdeckerhandbuch und die Mitmachstationen. Zieht keltische Kleidung an, nehmt Schwert, Schild und Trinkhorn und schon habt Ihr Euch kurzzeitig in keltische Großeltern und Enkel verwandelt. In der Goldschmiedewerkstatt könnt Ihr eine alte Handwerkskunst ausprobieren und das im Entdeckerhandbuch enthaltene Goldblech mit den bereitliegenden Stiften punzieren. Bestimmt sind Eure Enkel sehr stolz auf ihr selbstgefertigtes Schmuckstück. Anschließend werdet Ihr zu Archäologen, grabt Keramikscherben aus und versucht diese zu einem Gefäß zusammen zu setzen. Wer ist bei diesem Puzzle der besonderen Art geschickter, Ihr oder Eure Enkel? Ihr könnt auch die mühevolle Arbeit ausprobieren, Getreide mit der Hand zu Mehl zu mahlen. Wetten, dass die Enkel beim Genuss der nächsten Brezel daran denken?

Besucherinfo: Das Keltenmuseum, Keltenstraße 2, Eberdingen-Hochdorf, ist mittwochs bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro, für Rentner/Senioren (mit Ausweis) 5 Euro und für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren 3 Euro. 

Weiter geht's auf den Spuren der Kelten

Passionierte Radfahrer unter Euch kennen vielleicht den Keltenweg, einen ausgewiesenen, rund 34 Kilometer langen Radweg durch den Landkreis, der an neun Fundstellen zur keltischen Vergangenheit vorbeiführt. An jeder Ausgrabungsstelle wird auf einer Tafel detailliert über den jeweiligen Fund informiert. Die Strecke führt über Asperg mit dem Hohenasperg, der um 500 v.Chr. keltischer Fürstensitz war, und dem Kleinaspergerle (Foto), das jüngste Fürstengrab aus dem Bereich des Hohenaspergs. Weiter geht es nach Schwieberdingen und zum Keltengrab bei der Katharinenlinde. In Eberdingen-Hochdorf sind gleich drei Stationen: Das Fürstengrab, das Keltenmuseum und das Grabhügelfeld im Pfaffenwäldle. In Hemmingen erhob sich der frühkeltische Großgrabhügel Birkle. In Ditzingen-Schöckingen wurde im Ort bei Umbauarbeiten ein reiches Frauengrab entdeckt. Abschluss des Keltenwegs ist der Krieger von Ditzingen-Hirschlanden. Für den Keltenweg gibt es eine Radkarte, die Ihr im Landradsamt oder in den Rathäusern der Orte erhaltet.
 
https://www.landkreis-ludwigsburg.de/landratsamt-landkreis/tourismus-freizeit/aktiv-durch-den-landkreis/radfahren/keltenweg/


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