I wie Innenstadt

„Wir gehen in die Stadt“ – Dieser Satz löst bei Kindern oft nur dann Jubel aus, wenn er mit der Aussicht auf Eis oder ein neues Spielzeug verbunden ist. Verlockend sind für sie auch die Kinderfahrzeuge und Unterhaltungsgeräte in den Kids Zonen in den Einkaufszentren, die in der Großelterngeneration noch als Groschengrab tituliert werden. Doch ein Innenstadtbesuch muss nicht zwangsläufig mit Ausgaben verbunden sein, es gibt auch Spiel und Spaß, die keinen Cent kosten. Hier seht Ihr ein paar Vorschläge.

Ganz oben auf der kindlichen Beliebtheitsskala stehen in der warmen Jahreszeit die Fontänen. In der Innenstadt sorgen Wasserspiele an der Aspergerstraße, Ecke Kirchstraße, und auf dem 2024/25 neu gestalteten Arsenalplatz für Spaß und Abkühlung an heißen Tagen. Wenn Ihr an warmen bis heißen Tagen mit Euren Enkeln einen Besuch bei den Fontänen plant, solltet Ihr auf jeden Fall trockene Kleidung zum Wechseln und ein Handtuch im Gepäck haben. Auch eine Sonnenschutzcreme empfiehlt sich, da die Bereiche in der prallen Sonne liegen.

Auf dem Arsenalplatz könnt Ihr unter anderem Tischtennis, Wikingerschach oder Boccia spielen. An einer Spielbox könnt Ihr diverses Spielmaterial ausleihen, wenn Ihr Euch bei einer App zur Öffnung der Box anmeldet. 

Im benachbarten Arsenalgarten gibt es einen Kleinkindspielbereich mit Wipptieren und einer Eisenbahn. Außerdem befindet sich dort ein Balancierbalken, auf dem größere Kinder ihr Gefühl für die rechte Balance unter Beweis stellen können. 

Vor dem Marstall sind bewegliche Spielzylinder in den Bogen eingelassen, die im Wechsel hoch und hinunter gehen. Wer sich darauf stellt, schult Gleichgewicht und Koordination. 

Der autofreie Marktplatz lädt zum Laufen und Spielen ein, jedenfalls dann, wenn nicht gerade Wochenmarkt oder eine andere Veranstaltung stattfindet. Jungen und Mädchen im Vorschul- und Grundschulalter haben in der Regel auch Freude daran, kleine Aufgaben zu lösen. So können sie die Arkadenbögen zählen, sich auf die Suche nach der bronzenen Bodenplatte mit dem GPS-Referenzpunkt begeben oder Inschriften auf den Häusern entdecken. Eurer großelterlichen Fantasie für immer neue Aufgaben sind keine Grenzen gesetzt. 

Kennt Ihr den neu gestalteten „Garten der Begegnung“ am Ludwigsburger Rathaushof? Dort befand sich bis jetzt das „Burkinische Dorf“, das durch einen neuen Ort für die Klimapartnerschaften mit Kongoussi (Burkina Faso) und Ambato (Ecuador) ersetzt wurde. Die bestehende Hütte wurde an allen Seiten geöffnet und weitere Sitzmöglichkeiten geschaffen. 

Im Zentrum steht ein toller Spielturm mit Rutsche inmitten eines großen Sandbereichs. Der bestehende Schurbaum blieb erhalten, 35 weitere Bäume wurden gepflanzt.  Die Hecken am Rand der Fläche blieben bestehen.

Vier vertikale Informationstafeln informieren über Ludwigsburgs Entwicklungspartnerschaft mit Kongoussi und Ambato. Wer mehr erfahren möchte, erhält über den QR-Code an der Eingangs-Stele Zugang zu digitalen Inhalten wie Texte, Bilder und Videos. 

Unmittelbar neben dem „Garten der Begegnung“ ist das 2014 eröffnete „Grüne Zimmer“. Durch seine „lebenden“ Wände und Decke, die aus rund 7.000 Stauden und 40 Platanen bestehen, ist es ein wunderbarer Aufenthaltsort. Gerade bei großer Hitze könnt Ihr an diesem schattigen, kühlen Plätzchen wunderbar verschnaufen. 

 

Auch ein kleiner Spielplatz ist auf dem Rathaushof neben dem Burkinischen Dorf. Eine Umgestaltung des Bereichs ist geplant, doch momentan steht noch eine Kletterspinne. 

Wenn Eure Enkel im Kindergartenalter sind, gibt es noch eine kostenlose Attraktion: Die Rolltreppen im Marstallcenter und in der Wilhelmsgalerie. Mein Enkel findet das stufenlose Rollband von der unteren Einkaufsetage zum Parkhaus im Marstall besonders toll. Mindestens einmal runter und wieder hoch fahren ist Pflichtprogramm bei unseren Stadtausflügen. 

Wickelräume und Toiletten

Im Marstall und in der Wilhelmsgalerie gibt es Wickelräume und bewirtschaftete Toiletten. "Nette Toiletten", die jeder frei nutzen darf, finden sich unter anderem im Kulturzentrum und im Gastrobetrieb "Kleine Prinz" am Arsenalplatz.

Anreise mit Bus und Bahn

Die Innenstadt ist bestens mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Am Bahnhof halten die S-Bahnlinien 4 und 5 sowie einige Regionalzüge. Wer mit dem Bus kommt, steigt für den Innenstadtbesuch am besten am Arsenalplatz oder Rathaus aus. 

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