V wie Villa rustica
Ein Ausflug in die römische Vergangenheit.
Permitte mihi aliquem introducere (Erlaube mir, jemanden vorzustellen)
Das Bild dieser römischen Familie in antiker Kleidung wurde mit KI erstellt, doch könnten diese Kinder mit ihren Eltern und Großeltern vor über 1800 Jahren auf dem Gutshof in Hoheneck gelebt haben. Sie laden Euch zu einer Reise in die Römerzeit ein. Auf geht’s zum römischen Gutshof in Hoheneck.
Es war im Sommer 1911, als bei archäologischen Grabungen in Hoheneck der Grundriss eines römischen Gutshofes fast vollständig aufgedeckt wurde. Zwar war das Mauerwerk nur schlecht erhalten, doch reichte es aus, um die Baugeschichte größtenteils nachzuvollziehen. Das kleine landwirtschaftliche Anwesen entstand Mitte des 2. Jahrhunderts und wurde Anfang des 3. Jahrhunderts umgestaltet und erweitert.
Die Grundrisse der Gebäude wurden Anfang der 1990er Jahren nach erneuten Grabungen durch Muschelkalkplatten sicht- und erlebbar gemacht sowie zwei Schaugärten mit Heil- und Nutzpflanzen in einer Grünanlage angelegt. Kopien von Reliefs, die in der Region gefunden wurden, sowie Schau- und Infotafeln geben weitere Einblicke in die Römerzeit Hohenecks. Bekannt ist Anlage unter dem Namen Villa rustica, Ihr erreicht sie über die Hubertusstraße oder die Straße Am Brünnele.
Der römische Göttervater Jupiter, auch bekannt als Iuppiter, überfährt mit einem Zweigespann einen Giganten (links). Weiherelief für die Pferdegöttin Epona (rechts).
Spielen wie römische Kinder
Für das Deltaspiel wird ein großes Dreieck entweder auf den Boden gezeichnet oder mit einem Stöckchen in den Sand geritzt. Das Dreieck wird mit horizontalen Linien unterteilt, so dass fünf bis zehn Felder entstehen. Diese werden von unten nach oben aufsteigend mit den römischen Ziffern beschriftet. Jeder Spieler erhält fünf Nüsse als Spielsteine. Im Wechsel wirft jeder eine Nuss. Die Zahl des Feldes, in der die Nuss landet, wird notiert. Wer zum Schluss die meisten Punkte hat, ist Sieger.
Lehrt Euren Enkeln im Schulalter doch die römischen Zahlen und veranstaltet anschließend ein Zahlenquiz, bei dem römische Zahlen in arabische Zahlen umgewandelt werden und umgekehrt.
Kennt Ihr die römischen Zahlen?
I = 1 II = 2 III = 3 IV = 4 V = 5
VI = 6 VII = 7 VIII = 8 IX = 9 X = 10
XI = 11 XVI = 16 XX = 20 L = 50 LXX = 70
C = 100 CCX = 210 D = 500 M = 1000 MMXC = 2090
Die römischen Zahlen folgen einfache Regeln. Verwendet werden die Grundsymbole I, V, X, L, C, D und M. Die kleineren Zeichen rechts von größeren werden addiert (z.B. XXVI = 26). Die kleineren Zeichen links von den größeren werden subtrahiert (Z.B. XC = 90). Dabei dürfen nur I, X und C subtrahiert werden und nur von dem jeweils nächstgrößeren. Gleiche Zeichen stehen maximal dreimal hintereinander. V, L und D stehen niemals mehrfach hintereinander.