W wie Wald

Ein Wald ist wie ein riesiger Abenteuerspielplatz. Hier können die Kinder rennen, springen, balancieren, Spuren suchen, Geräuschen lauschen und vieles mehr. 


Ein überschaubarer, familienfreundlicher Wald liegt am Südrand von Ludwigsburg. Es ist der Salonwald, ein schmaler, baumbewachsener Streifen von rund 18 Hektar Größe. Herzog Eberhard Ludwig ließ die einst baumlose Anhöhe als Lustwäldchen mit den namengebenden Salons, Rondellen, Irrgarten, Bogengängen, Heckentheater, Schneckenberg und Speisesaal anlegen und durch die Königsallee mit dem Schlossgarten verbinden. Unter freiem Himmel fanden dort unter anderem Konzerte und Theateraufführungen statt. Vor rund 150 Jahren wurde der Salon aufgeforstet und aus dem Lustwäldchen ein Wald im heutigen Sinne. Gepflanzt wurden Laubbäume wie Eiche, Buche, Ahorn, Hainbuche und Linde.

Von der ursprünglichen Gestaltung ist nur noch ein Teil des Wegenetzes übriggeblieben. Eine Art grünes Zimmer aus gebogenen Buchenzweigen gibt es auch heute noch und hier könnt Ihr Schlossleben spielen. Wie zu Herzogs Zeiten können auch kleine Theaterstücke gespielt werden. 
Vor allem bietet der Salonwald mit seinem Wegenetz aus Hauptwegen und Trampelpfaden vielfältige Möglichkeiten, ihn kreuz und quer zu erkunden. Kreative Kinder freuen sich, im Wald Naturbastelmaterialien wie Eicheln, Bucheckern, Zweige und Blätter zu sammeln und zuhause gemeinsam mit Euch zu basteln. Entdecker suchen nach Tierspuren und bestimmen Bäume und Blätter. Abenteuerlustige Kinder stellen sich vor, sich durch die Wildnis zu kämpfen. Sie müssen Baumstümpfe erklimmen und über gefällte Stämme balancieren. Ob die Kinder das bereits gefahrlos können, müsst Ihr beurteilen. 
Und natürlich eignet sich der Wald auch für eine Schatzsuche. Am einfachsten ist es, wenn zwei Erwachsene dabei sind. Einer verteilt mit Vorsprung die Hinweise, zum Beispiel aus Zweigen gelegte Pfeile und versteckt am Ziel einen kleinen Schatz.


Im Salonwald gibt es Trimm-dich-Pfad mit Geräten, an denen sich Jung und Alt sportlich betätigen können. 


Falls Ihr nicht nur Großeltern, sondern auch Hundebesitzer seid, bietet der Wald die gute Möglichkeit für einen Ausflug mit Enkeln und Hund.  


Etwas Besonderes ist die sogenannte Grüne Bettlade am Südrand des Salonwaldes im Schnittpunkt von Königs- und Königinallee, ein als Hecke ausgebildetes inneres Kabinett mit Eingängen von allen vier Himmelsrichtungen. Hier soll der Herzog einst übernachtet haben, um den Nachtigallen zu lauschen, was den Namen des Garten-Salons erklärt. 

Wenn Ihr und Eure Enkel nicht allesamt Morgenmuffel seid, ist es ein Erlebnis noch vor Sonnenaufgang ein Vogelkonzert auf den Bänken in der Grünen Bettlade zu genießen. Während der Brutzeit von Ende April bis Anfang Juni ist die Vielfalt und Lautstärke des Gesangs am größten, da die Männchen ihr Revier abstecken und Weibchen anlocken. Wer Lust hat, kann anschließend über die Königsallee zu Fuß zum Blühenden Barock und die Innenstadt laufen und dort frühstücken. 

 

Vorsicht vor Parasiten! 

Da im Wald die Zecken lauern, empfiehlt es sich, auch an heißen Sommertagen lange Hosen und feste Schuhe zu tragen. Nach dem Waldbesuch werden die Kinder und natürlich auch Ihr selbst gründlich nach den kleinen Parasiten abgesucht. Wegen der Fuchsbandwurm-Gefahr sollten keine bodennahen Beeren gepflückt und verzehrt werden. 

Falls Eure Enkel zusätzliche Herausforderungen benötigen, findet Ihr auf der Seite V wie Verspielt die Vorlage für eine kleine Waldrallye sowie Aufgaben in Bildern für einen Waldparcours für Kinder und Hunde. 

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